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Kleiderkauf nach Mass

Es ist wie verhext. Keine Jeans will passen. Entweder zwickt sie am Hintern, kneift am Bauch, schlägt im Schritt Falten oder macht viel zu dicke Beine. Die Suche nach einer gut sitzenden Jeans oder Chinohose kann ganz schön frustrierend sein. Dieser Tour des Leidens will jetzt ein Schweizer Label ein Ende bereiten. «Wir können für jeden die perfekte Jeans herstellen», behauptet Andreas Guggenbühl, Founder und CEO von Selfnation. «Stil und Komfort sollen sich dabei optimal ergänzen.»

Selfnation ist ein Start-up, das 2013 von vier Freunden in Zürich aus der Taufe gehoben wurde und seit 2015 auch in Deutschland am Start ist. Im Team: eine Designerin, ein Informatiker und ein Ingenieur. Letztere hatten an der ETH Zürich eine Technologie entwickelt, die mithilfe eines Algorithmus automatisch Schnittmuster berechnet und zeichnet. Der Kunde oder die Kundin muss sich lediglich – angeleitet von einem Onlinevideo – selbst vermessen. Hüftumfang, Beinlänge, Bund-, Knie- und Wadenumfang: Diese Daten schaffen die Grundlage für ein exaktes 3-D-Modell des Unterkörpers. Genau passend kann dazu nun der Schnitt angefertigt und die Hose in der ausgewählten Wunschfarbe genäht werden – als Unikat, hauteng oder bequem, ganz nach Belieben.

Selbst genäht
Selfnation näht ausschliesslich in Deutschland und im Tessin und verarbeitet dort hochwertige italienische Stoffe. «Unser Denim kommt von einem der gefragtesten Denim-Herstellern Italiens, der Chino-Twill stammt aus Deutschland», sagt Sandra Guggenbühl, verantwortlich für das Fashion Development beim Start-up. «Wir achten auf beste Qualität und umweltfreundliche Herstellungsverfahren.»

Damit finden die jungen Zürcher zunehmend internationale Beachtung. «Momentan vertreiben wir vor allem in Deutschland und in der Schweiz. Da wir die Seite auch in Französisch und Englisch anbieten, haben auch Blogs und Modewebseiten aus anderen Ländern über uns berichtet. So kommen auch zahlreiche Bestellungen aus den Hauptstädten skandinavischer Länder und aus London», freuen sich die Gründer Andreas Guggenbühl und Michael Berli.

Massanfertigung und Individualisierung – oder wie die Branche sagt «made to measure» – liegt ganz im Trend unserer Zeit. «Massgeschneiderte Mode, der ganz persönliche Duft, das Uhrenunikat – das Produkt passt sich den Bedürfnissen an, nicht umgekehrt», hat die jüngst erschienene «Digitale Luxus Studie 2016» nachgewiesen.

Nur zwölf Sekunden im Bodyscanner
Dass sich Massanfertigungen nach Kundenwunsch mehr und mehr am Markt durchsetzen, daran arbeiten derzeit vielerorts Entwickler mit Hochdruck. Ende November stellte das Technologieunternehmen Vitronic in Lugano einen neuen 3D-Bodyscanner vor. Gerade einmal zwölf Sekunden braucht der Ganzkörperscanner, um einen digitalen Datensatz für die Körpermassebestimmung zu erstellen. Solche Scanner könnten künftig in Geschäften oder an zentralen Orten wie Bahnhöfen oder Shoppingmalls aufgestellt werden. Das damit erzeugte 3-D-Modell kann dann mit dem Angebot der Hersteller abgeglichen und direkt im Netz bestellt werden. Wenn die Passform stimmt, freut das nicht nur die Kunden. Davon sollte auch die Umwelt profitieren. Denn wenn kein Grund mehr zum Umtausch besteht, so prognostizieren die Vitronic-Entwickler, könnten im Versandhandel über die Hälfte der für alle Seiten lästigen Retouren eingespart werden.

Maßgeschneidert: die Jeans von Selfnation und der Bodyscan von Vitronic

Passend gemacht: Jede Jeans wird zum Unikat.Digitaler Schnitt: Aus diesem Puzzle wird die perfekte Hose.Machertypen: Sandra Guggenbühl, Michael Berli und Andreas Guggenbühl leiten Selfnation.Das Ich in 3-D: Aus dem Bodyscan von Vitronic wird ein 3-D-Abbild.Ab durch die Mitte: Der 3-D-Bodyscanner vermisst den ganzen Menschen.
Passend gemacht: Jede Jeans wird zum Unikat.
Digitaler Schnitt: Aus diesem Puzzle wird die perfekte Hose.
Machertypen: Sandra Guggenbühl, Michael Berli und Andreas Guggenbühl leiten Selfnation.
Das Ich in 3-D: Aus dem Bodyscan von Vitronic wird ein 3-D-Abbild.
Ab durch die Mitte: Der 3-D-Bodyscanner vermisst den ganzen Menschen.

Die Massnehmer

Wie mischt man den Fashion-Markt auf? Fragen an die Selfnation-Gründer Michael Berli und Andreas Guggenbühl.

Woher kam die zündende Idee für die Jeansproduktion nach Mass?
Wir waren mit Freundinnen an einem Samstagnachmittag shoppen hier in Zürich. Beide brauchten noch eine Jeans. Als mehrere Stunden vorbei waren und sie noch immer keine Hose hatten, die passte und dem gewünschten Stil entsprach, hat es gefunkt. Das Shoppen war frustrierend und lustig zugleich gewesen. Da fragten wir uns, gibt es da nicht einen besseren Weg?

Wann ging es dann mit eurem Start-up los?
Im Jahr 2013 haben wir Selfnation in Zürich gestartet. Wir wollten ein Produkt aus besten Materialien fertigen, an dem unsere Kundinnen lang Freude haben sollten. Eine Jeans wie keine andere. Schon damals konnten unsere Kundinnen die Jeans innert Minuten online bestellen, Farbe und Stil wählen und erhielten die Hose nach zwei Wochen per Post zugeschickt. Damals gab es nur eine kleine Auswahl an Stoffen. Trotzdem war die Nachfrage gross. Seither sind Angebot und Nachfrage kontinuierlich und über die Landesgrenzen hinaus stetig gewachsen.

Für Freude an Fashion

Wer kauft bei Euch ein?
Sie oder er ist zwischen 30 und 45 Jahre alt, hat Freude an schönen Fashionartikeln und legt dementsprechend Wert auf die perfekte Passform.

Zuerst war die Jeans, dann kamen Chinos hinzu. Was plant ihr als nächstes?
Das verraten wir erst, wenn es soweit ist. Aber soviel kann ich schon sagen: Auch im kommenden Jahr haben wir einige sehr schöne Überraschungen parat.

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