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Augmented Reality: einfach mehr erleben

Die Monster sind nicht ohne. Sich mit ihnen einzulassen, kann sogar lebensgefährlich sein. Denn selbst vor Waffen- oder Übungsplätzen des Militärs machen die Monsterjäger nicht Halt. Die Smartphone-App «Pokémon Go», die die kleinen schnuckeligen virtuellen Monster in unseren Alltag projiziert, rückt weltweit die «Augmented Reality» (AR) auf den Radar vieler Menschen.

Die «erweiterte Realität» ist mehr als eine Spielerei. AR hat längst in viele Bereiche des Arbeitslebens Einzug gehalten. Beispielsweise, wenn Monteure in der Automobilindustrie einen Motorteil via Handy oder Datenbrille ins Visier nehmen und auf dem Bildschirm die genaue Anleitung für das Anbringen eines Kabelstrangs erscheint. Da geht kein Handgriff mehr schief. In der Freizeitindustrie ist AR erst später angekommen. Und das nicht nur mit kleinen Pokémon-Monstern, sondern auch mit vielen nützlichen Apps, die zum Beispiel das Bergsport- und Wintererlebnis bereichern.

Mit den Gipfeln sprechen
«Der typische Einstieg in das AR-Thema ist: Ich sitze nach dem Skifahren oder Wandern mit einem Kaffee in der Hütte und will wissen, wie der Berg da drüben heisst und wie hoch er ist», erzählt August Schärli. Der Bündner entwickelt mit seiner Firma entsprechende Apps, die das Problem lösen: Die App wird auf dem Handy geöffnet, mit der Kamera auf den Berg gezoomt und schon gibt es alle nötigen Infos. In der Sprache nach Wunsch.

«Natürlich ist die Gipfelerkennung nur eine Grundfunktion. Technisch sind noch ganz andere Dinge möglich: Wenn man beispielsweise mit Freunden beim Skifahren ist und diese unterwegs mit der App filmt. Dann kann diese automatisch all die Leute, die zur eigenen App-Community gehören, markieren und im Film zuordnen», so Schärli. Die App könne einen über die Navigationsfunktion auch über tolle Tiefschneehänge oder versteckte Wanderwege informieren oder zu einem Restaurant führen. Schärli: «Ich will ein Schnitzel essen. Die App beantwortet mir die Frage, wo ich es bekomme, und führt mich dann auch noch dahin.»

Dem User Zeit geben
Klingt grandios. Aber warum haben sich AR-Apps nicht längst auf breiterer Front durchgesetzt? August Schärli kennt die Gründe: «Oft ist die Hardware vor allem älterer Geräte nicht gut genug, darunter leidet die Genauigkeit der Informationen. Sprich: Beim Scan der Jungfrau erzählt die App etwas über den Mönch.» Und dann seien da noch die Nutzer: «Für viele Menschen ist ja schon ein Chat auf der Website etwas Schwieriges. Das Thema braucht noch etwas mehr Zeit, bis es zur Selbstverständlichkeit wird und die User es clever nutzen können. Augmented Reality wird sich aber ganz sicher durchsetzen, wir stehen erst am Anfang», ist Schärli überzeugt.

Auf dem Weg dorthin hatte seine Firma für den vergangenen Winter die AR-App «Laax Inside» entwickelt. Doch die User taten sich noch schwer mit der Nutzung der AR-Inhalte im Gelände. Kälte und Probleme mit den Handschuhen, so Schärli, hätten den Spass an den Inhalten getrübt. Für diesen Winter konzentriert sich Laax Tourismus deswegen in seiner App eher auf klassische Inhalte wie Anreise-Informationen, Wetter oder welche Pisten aktuell geöffnet sind. Im Sommer sei Augmented Reality naturgemäss einfach und bequemer zu handhaben. «Unsere AR-App für die Schilthornbahn wird sehr gut genutzt», unterstreicht Schärli.

Auf zur smarten Skibrille
Den Winter hat der Entwickler aber dennoch weiter im Visier. So hat seine Firma Enluf unlängst für die Aletsch-Arena und – ganz neu ab diesem Winter – für das Skigebiet Lenzerheide/Arosa neue AR-Apps entwickelt. Schärli ist sich sicher, dass sich die smarten Smartphone-Helfer im Tourismusbereich über kurz oder lang durchsetzen werden. Und auch die schlaue AR-Skidatenbrille habe nach Einschätzung des Experten das Zeug, in den nächsten drei Jahren die letzten technischen Hürden zu nehmen. Diese könnte einem dann automatisch und ganz ohne lästiges Handschuhausziehen mitteilen, welchen Schwierigkeitsgrad die nächste Piste hat und wie man am schnellsten zu seinem geparkten Auto zurückkommt. Natürlich ohne dabei militärisches Gelände zu durchqueren.

Der Berg ruft
Die App lässt Berge sprechen. Sie haben viel zu erzählen …

Gut zu wissen: Die App ist gespickt mit Informationen aus der unmittelbaren Umgebung.Ratgeber: Im Smartphone gibt es Tipps für Trips.Einkehren: Die App weiss, wo es schmeckt und es dazu noch ein geniales Panorama gibt.
Gut zu wissen: Die App ist gespickt mit Informationen aus der unmittelbaren Umgebung.
Ratgeber: Im Smartphone gibt es Tipps für Trips.
Einkehren: Die App weiss, wo es schmeckt und es dazu noch ein geniales Panorama gibt.

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