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#4 #42016
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Vernissage: Ausstellung «Die Modellierung des Innenraums, Werkzeichnungen 1963 - 1974»
Kunstgespräche

Interview - Franz Erhard Walther

Die Redaktion NummerSicher traf Franz Erhard Walther am 7. Juni 2013 in den Räumlichkeiten des «Kunstforums Baloise» in Basel.

NummerSicher: Wie entstand die Idee zu Ihrer Ausstellung und dem Namen «Die Modellierung des Innenraums»?

Walther: Ich habe mit Martin Schwander diskutiert, welchen Typ von Arbeit man zeigen könne. Und er hat von Anfang gesagt, er würde gerne diese Werkzeichnungen ausstellen. Sie sind aus den 60 Jahren, entstanden im Zeitraum von 1963 bis 1974. Sie beziehen sich auf die Werkstatt-Stücke aus der gleicher Zeit, also Stücke mit denen agiert wird: Handlungen, Verwandlung, Raumdefinition und Ortdefinition. Es war sein Wunsch Zeichnungen zu zeigen, mit denen ich versucht habe, diese Erfahrungen aus den Handlungen in den Zeichnungen zu formulieren. Das war nicht einfach. Die innere Motivierung, wie ich das nenne, ist nicht sichtbar. Sie müssen also parallel dazu Bilder und Sprache finden, um davon etwas zu zeigen. So bin ich zur klassischen Form der Zeichnung zurückgekommen, und habe versucht parallel zu diesen Erfahrungen eine Form der Zeichnung zu finden, die das wiedergibt.

NummerSicher: Woher nehmen Sie Ihre Inspiration für Ihre Werke?

Walther: Bei den Werken gibt es ganz wenige, wo ich das vorab als Konzeption gemacht habe. Die Erfahrung muss erst mal vorliegen, damit man das zeichnen kann. Dann ist immer noch nie ein fertiges Bild da. Bei vielen konnte ich, fast bei den allermeisten, gar nicht definitiv entscheiden, wann das überhaupt fertig ist. Sie finden auch oft zwei Datierungen, weil ich in dem Moment gar nicht in der Lage bin oder es eigentlich nicht hinkriege, wie es mir vorstelle, dann lege ich das Blatt zur Seite. Es kann sein, dass Tage, Wochen, Monate, ja manchmal  Jahre dazwischen liegen. Ich nehme mir das Blatt wieder vor und sage, ‚Mensch, das ist es!‚.

NummerSicher: Gibt es einen Zeitpunkt am Tag, am Abend, in der Nacht, wo es Ihnen leichter fällt zu arbeiten?

Walther: (Lacht) Meistens nachts. Ich bin eine Nachteule. Aus den Blättern sind immer nach diesen Handlungen Werke entstanden.

NummerSicher: Welche Reaktionen erhoffen oder wünschen Sie sich von den Besuchern auf Ihre Werke?

Walther: In den Werkhandlungen mit den Originalstücken, das war damals immer ein bisschen sensationell. Wenn Sie sich die 60 Jahre vorstellen, war das eine sehr ungewöhnliche Werkform. Es haben sich immer wieder Menschen gefunden, die Interesse hatten mit den Werken zu arbeiten und ich habe in den Handlungen sehr viel von anderen gelernt. Also vieles, was Sie hier als Form oder auch als Begriffe finden, ist von anderen Personen gekommen. Ich habe sozusagen diese Dinge aufgegriffen und eingebaut.

NummerSicher: Sie haben also die Reflektion des Betrachters direkt mit eingebaut?

Walther: Ja. Dann versuche ich die Vorstellung, die ja nur meine sein kann, bildhaft wiederzugeben. Die Ausstellung ist ja nur ein Ausschnitt. Es gibt eine riesige Menge an Zeichnungen, die übrigens alle beidseitig sind. Bei einigen kann man es sehen, weil es durchscheint. Wenn die etwa in Schachteln lagen, die ich dafür habe machen lassen, wird das wie ein Buch behandelt. Sie blättern die um. Also ist das auch wieder Handlung. Die beiden Zeichnungen sind ja nicht unabhängig voneinander, sondern auf einander bezogen. Sie müssen sie sozusagen in der Vorstellung verbinden. Man kann natürlich nicht beide Seiten in dieser Ausstellung zeigen. Martin Schwander muss sich immer für eine entscheiden. Das ist manchmal nicht einfach (lacht).

NummerSicher: Ihr Werke werden im Kunstforum gezeigt, den Räumlichkeiten einer Versicherung; wie wichtig ist Ihnen dieser Kontext?

Walther: Zunächst mal finde ich die Ausstellungssituation sehr schön. Es sind ganz klare Wände, man kann den Ablauf gut sehen. Sie können die Werke von links nach rechts lesen, von oben nach unten, sie können sie diagonal lesen. Sie können von einem Wandteil zum anderen springen. Wenn man sich auf dieses einlässt, und das sind ja sehr bildhafte Sachen, gibt es viel zu entdecken. Sie haben hier eine wunderbare Ausstellungsituation.

NummerSicher: Herr Walther, eine persönliche Frage. Wie starten Sie Ihren Tag?

Walther: Also … (lacht), eine Kunststruktur gibt es. Ich bin eine Nachteule. Ich kann hochkonzentriert spät nachmittags, früh nachts arbeiten. Ich weiss nicht warum das so ist. Wenn ich etwa um 3:00 Uhr morgens ins Bett gehe muss ich lange schlafen und stehe spät auf. Das geht zum Glück – meistens. Dann trinke ich meinen Kaffee. Lese eine Tageszeitung. Dann mache ich in der Regel Post-Erledigungen und Besorgungen. Und dann komme ich Stück für Stück in die eigentliche Arbeit rein. Manchmal mache ich dann nachts eine Pause und gehe irgendwo auswärts essen – weil zu Hause kochen geht zeitlich eigentlich nicht, ich habe viel zu viel zu tun. Danach gehe ich wieder an die Arbeit.

NummerSicher: Also ist ein festes Ritual Ihre Zeitung am Morgen?

Walther: Ja, das ist ein Ritual mit einem guten Kaffee. In der Regel esse ich nichts dazu. Meistens esse ich am Tag über kaum etwas. Und dann spät abends, was man natürlich sieht, das setzt an (lacht).

NummerSicher: Was ist Ihr Lebensmotto?

Walther: Das ist aber eine Frage… (lacht). Wissen Sie, ich habe auch lange an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg gelehrt. Wie alt war ich… 30 Jahre. Es gab Schüler, die älter waren als ich. Also wenn es ein Motto gäbe, wäre es, dass ich jung bleibe. Das erlaubt die eben beschriebene Entwicklung. Wenn Sie irgendwann alt sind, im Sinne von müde, und man das Gefühl hat, es ist alles nur noch Wiederholung, dann ist man alt.

 

Franz Erhard Walther
«Die Modellierung des Innenraums, Werkzeichnungen 1963 – 1974»
12. Juni – 1. November 2013

Basler-Sicherheitstag

Einbrecher abschrecken!

Während den Sommerferien sind Haushalte besonders gefährdet einen Einschleichdiebstahl zu erleiden. In den Monaten Juli und August ist die Wahrscheinlichkeit sogar doppelt so hoch wie im Winter.

Licht schreckt Einbrecher ab

Die Basler hat als erste Versicherung nicht nur Schadendaten analysiert, sondern auch mit Einbrechern und Einbruchsopfern gesprochen. Die Umfrage hat bestätigt, dass Licht im Haus Einbrecher abschreckt.

Im Rahmen vom Basler-Sicherheitstag wird die Schweizer Bevölkerung durch unsere Sicherheitsaktivisten informiert. Dieses Jahr fand am Freitag, 13. Juni 2014 zum Thema Einbruch- und Einschleichdiebstahl eine schweizweite Aktion an 30 Bahnhöfen statt, wo Zeitschaltuhren inklusive Präventionstipps gegen Einbruch verteilt worden sind.

Sicherheitsclub-Aktion

Gratis Hausbetreuung während der Sommerferien

Die Koffer sind gepackt, die Urlaubsreise ist gebucht und es geht bald in die Ferien. Doch wer schaut nach dem Haus, Garten und Tieren? Wie schreckt man Einbrecher ab? Abhilfe  verschafft ein Haushüter wie Home-Attendant, der eine rund um Hausbetreuung anbietet.

 

Weitere Leistungen von unserem Kooperationspartner Home-Attendant:

–      Haustierbetreuung

–      Briefkasten leeren

–      Kontrollgang

–      Lüften

 

Sicherheitsclub-Aktion:

Damit Sie Ihre Sommerferien sorgenfrei geniessen können, verschenkt der Sicherheitsclub myBaloise aktuell 100x Home-Attendant-Buchungen. Diese Aktion ist nur gültig bis 31.08.2013.

Was müssen Sie machen? Einfach Ihre Buchung im Offertenrechner auf www.home-attendant.ch ausfüllen und das Kästchen ‚Mitglied des Basler Sicherheitsclubs‘ ankreuzen. Home-Attendant meldet sich direkt bei Ihnen.

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